Über die Bodenbearbeitung gibt es viele Missverständnisse. Das ist logisch, denn jeder Bodentyp erfordert eine andere Herangehensweise. Dennoch gibt es einige Vorstellungen, die immer wieder auftauchen, aber nicht stimmen. In diesem Blog werden vier dieser Missverständnisse aufgeführt. Dabei geht es unter anderem um Spatenmaschinen, Unkrautbekämpfung und Arbeiten bei nassem Wetter.
Ein gesunder Boden ist wichtig für einen guten Ertrag. Pflanzen wachsen besser in einem strukturierten Boden. Ein solcher Boden besteht aus kleinen Krümeln, die Luft und Wasser speichern. Diese Krümel entstehen durch Pilze, Bakterien und Würmer. Sie bilden eine klebrige Substanz, die dazu beiträgt, den Boden in gutem Zustand zu halten.
Eine gute Bodenstruktur verhindert auch Probleme wie Verdichtung und Staunässe. Deshalb ist es wichtig, den Boden aktiv zu bearbeiten, damit die Struktur erhalten bleibt und der Boden luftig und gesund für Pflanzen bleibt.
Manchmal wird angenommen, dass eine Spatenmaschine einfach eine große Fräse ist. Das ist nicht richtig. Eine Spatenmaschine arbeitet mit einer langsam drehenden Spatenachse, die den Boden durchmischt. Dies geschieht in der Regel bis zu einer Tiefe von 20 bis 30 Zentimetern. So entsteht ein luftiger, gleichmäßig durchmischtes Boden mit einer guten Struktur.
Eine Fräse arbeitet anders. Sie dreht sich schnell und zerkleinert die oberste Schicht. Dadurch kann der Boden jedoch kompakter werden. Luft und Wasser können dann schlechter durch den Boden dringen, was sich negativ auf das Pflanzenwachstum auswirkt.
Viele Menschen glauben, dass Umgraben nur bei trockenem Wetter möglich ist. Mit der richtigen Maschine ist Umgraben jedoch auch bei nassen Bedingungen möglich, beispielsweise auf Lehmboden. Das ist sogar ein Vorteil.
Wenn nasser Boden nicht rechtzeitig bearbeitet wird, verschließen sich die Poren. Dadurch gelangt weniger Sauerstoff in den Boden. Das ist schlecht für das Bodenleben, den Wasserhaushalt und für die Pflanzen, die dort wachsen sollen.
Durch das Umgraben bleibt die Struktur offen. Der Boden bleibt luftig und Wasser kann gut abfließen. So bleiben das Bodenleben und der Wasserhaushalt intakt, auch bei schlechtem Wetter.
Umgraben sorgt nicht dafür, dass weniger Unkraut im Boden ist. Aber es verändert, wie das Unkraut aufkommt. Nach dem Umgraben kommt es gleichmäßiger und flacher auf. Das macht es später leichter, etwas dagegen zu tun, zum Beispiel mit einer Hacke.
In der Praxis stellen Anwender fest, dass Unkraut nach dem Umgraben besser zu bekämpfen ist als nach dem Pflügen. Nicht weil weniger Unkraut vorhanden ist, sondern weil es gleichmäßiger wächst. Das macht den Unterschied.
Bodenbearbeitung ist keine Standardarbeit. Jeder Boden erfordert eine andere Herangehensweise. Deshalb ist es wichtig, Missverständnisse zu erkennen und zu wissen, was wirklich funktioniert. Umgraben ist eine effektive Methode, um die Bodenstruktur zu erhalten, den Boden bearbeitbar zu halten und Unkraut besser zu bekämpfen.
Neugierig, was Umgraben für Ihren Boden und Ihren Betrieb bedeuten kann? Kontaktieren Sie uns oder einen Händler in Ihrer Nähe. Wir denken gerne mit Ihnen über eine passende Lösung nach.
Übersetzt aus dem Niederländischen